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Forst - Waldumbau

 

Entwicklung von wasserhaushaltlichen Entscheidungshilfen für die Planung von Waldbaumaßnahmen

  • Auftraggeber: Landesforstanstalt Eberswalde
  • Bearbeiter: BAH-Berlin, BAH-München

 

 

Die Forstwirtschaft steht heute vor der Herausforderung, die vorhandenen Wälder umzustrukturieren, um so ihre Selbstorganisation zu stärken und die forstliche Begleitung zu minimieren. Solche Umbaumaßnahmen sind einerseits kostenintensiv und anderseits durch ihre Langfristigkeit schwer zu prognostizieren. Deshalb sind im Vorfeld neben Untersuchungen zu forstwirtschaftlichen Aspekten des Waldumbaus auch die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Grundwasserverhältnisse abzuschätzen.
Angehendes Ziel ist es, für Brandenburg in einem landesweit einheitlichen Verfahren Maßnahmen zur Unterstützung des Landschaftswasserhaushaltes und zu Waldumbauprogrammen zu planen und in ihrer Wirkung zu bewerten.
Als Grundlage für die Entwicklung dieses Verfahrens wurden im Auftrag des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde verschiedene Untersuchungen mit dem hydrologischen Modellierungssystem ArcEGMO© durchgeführt.
In einer ersten Bearbeitungsstufe 2008 wurde unter Nutzung des Grundwassermodells ASM die Wirkung von Änderungen in der Grundwasserneubildung infolge von Waldumbaumaßnahmen auf die Grundwasserstände und die daraus resultierende Wasserverfügbarkeit quantifiziert.
In den Untersuchungen wurden die Einflussgrößen Grundwassergefälle, Höhe der Grundwasserneubildungsänderung infolge Waldumbau und Größe der Waldumbauflächen variiert und die Grundwasserstände in ihrer räumlichen Verteilung simuliert.
Über Differenzenkarten zum Ausgangszustand konnte die Wirkung der genannten Einflussgrößen auf die lokalen Grundwasserstände im Umbaugebiet und die Reichweiten von Grundwasserstandsänderungen (Wird ein nahe gelegenes Feuchtgebiet durch die Waldumbaumaßnahme bevorteilt?) ermittelt werden.
In einer Ende 2009 abgeschlossenen zweiten Bearbeitungsstufe wurden die Vegetations- und Bodenwasserhaushaltsmodelle ArcEGMO-PSCN und FORESEE genutzt, um für typische Waldstandorte in Brandenburg die zu erwartenden Änderungen der Grundwasserneubildung zu ermitteln, die sich ergeben, wenn die Bestandesdichte reduziert wird und/oder ein Waldumbau (Änderung der Artenzusammensetzung) erfolgt.
 

Forst2_Grafik

 

 

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