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Hochwassergutachten Kappelbach

 

Ermittlung von Bemessungshochwasserwerten für den Kappelbach

  • Auftraggeber: IWU - Ingenieurbüro für Wasserbau- und Umweltplanung
  • Bearbeiter: BAH-Berlin
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Für das stark bebaute Einzugsgebiet des Kappelbachs in Chemnitz sollten die Hochwasserbemessungswerte an vorgegebenen Querschnitten ermittelt werden. Es waren Aussagen zu dem derzeitigen Ist-Zustand, sowie dem Plan-Zustand gefordert.

Für die Untersuchungen wurde ein Niederschlags-Abfluss-Modell unter Nutzung des hydrologischen Modellierungssystems ArcEGMO aufgebaut.

Die folgende Abbildung zeigt die kanalisierten Flächen im Einzugsgebietes des Kappelbachs. Es liegen eine Vielzahl an Misch- und Trennsystemflächen vor die über ihre Einleitungspunkte in das Gewässer entwässern bzw. nach Überlastung des Regenüberlaufes dem Fließgewässer Wasser zuführen. Für die Mischsystemflächen wurden vom Auftraggeber die Entlastungsganglinien vorgegeben. Für die Flächen zum Trennsystem wurden keine Zuflussganglinien zum Vorfluter bereitgestellt. Diese mussten demzufolge im Rahmen der aktuellen Untersuchung selbst unter Einbeziehung der Regenrückhaltebecken, sofern vorhanden, ermittelt werden.

Kappelbach

Kanalisierte Flächen Kappelbach

Der Ist-Zustand stellt den derzeitigen Zustand mit der aktuellen Landnutzung und bestehenden Hochwasserrückhaltebecken dar.

Für den Planzustand wurden 2 neue mögliche Hochwasserrückhaltebecken in das Modell integriert und die Landnutzung des Flächennutzungsplans verwendet.
Zusätzlich wurde eine weitere Möglichkeit der Ausuferung über eine Retentionsfläche berechnet. 

Die Ermittlung der Hochwasserbemessungswerte erfolgt unter Nutzung von KOSTRA-Niederschlägen[1], die für verschiedene Wiederkehrintervalle und Dauerstufen dem Modell als Eingangsgrößen angeboten werden. Im Rahmen von Einzelereignissimulationen wurden für jede Dauerstufe (5 Minuten bis 3 Tage) aus den KOSTRA-Werten abgeleitete, zeitlich hoch aufgelöste Niederschlagsreihen dem Modell als Eingangsgrößen angeboten und daraus die resultierenden Abflüsse berechnet. Der maximale Scheitelwert, der sich bei Betrachtung aller Dauerstufen ergibt, ist der gesuchte Bemessungsabfluss für das jeweilige Wiederkehrintervall.

Weitere Informationen zur Vorgehensweise zur Ermittlung von Bemessungswerten sind unter http://www.bah-berlin.de/html/hw-konzepte.html  zu finden.

Anhand der Hochwasserbemessungswerte für den Ist- und Planzustand wird von dem IWU - Ingenieurbüro für Wasserbau und Umweltplanung ein Hochwasserschutzkonzept entwickelt.

[1] Starkniederschlagshöhen für Deutschland – KOSTRA: Selbstverlag des Deutschen Wetterdienstes, Offenbach 1997, ISBN 3-88148-325-X

 

 

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