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Untersuchung zu den Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt

 

Durchführung einer Untersuchung zu den Folgen
des Klimawandels in Sachsen-Anhalt

  • Auftraggeber: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt, unter fachlicher Begleitung des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
  • Bearbeiter: BAH-Berlin

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Im Rahmen des Vorhabens Durchführung einer Untersuchung zu den Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt sollten unter anderem die Auswirkungen von Klimaänderungen auf den Wasser- und Stoffhaushalt analysiert werden. Dabei stand im Vordergrund, möglichst lokal differenzierbare Aussagen zum quasinatürlichen Wasserdargebot und seinen klimabedingten Veränderungen bis 2100 zu treffen.

Die Untersuchung baute auf einer umfangreichen Modellkette auf. Den Ausgangspunkt dafür bildete das SRES (IPCC Special Report on Emission Scenarios)- Emissionsszenario A1B, das von mittleren bis starken CO2-Emissionen ausgeht („moderate/high“). Auf Basis dieses Szenarios wurden im Rahmen des IPCC-Prozesses Simulationsrechnungen mit dem globalen Atmosphären-Ozean-Modell ECHAM5/MPI-OM durchgeführt. Damit die ECHAM5-Ergebnisse für das Bundesland Sachsen-Anhalt interpretiert werden können, wurde eine Empirisch-Statistische Regionalisierung mit WETTREG (v2010) durchgeführt.

Für die hydrologischen Analysen wurde das im Auftrag des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft für Sachsen-Anhalt durch das BAH erstellte ökohydrologische Modell ArcEGMO-ST genutzt, das den Wasserhaushalt und das hydrologische Regime der Gewässer in Sachsen-Anhalt räumlich hochauflösend abbildet.

  • Entsprechend der naturräumlichen Gliederung Sachsen-Anhalts erfolgte die Auswahl repräsentativer Standorttypen (Klima, Boden, Landnutzung) und Flusseinzugsgebiete. Anhand der gegenwärtig (1971–2010) beobachteten phänologischen Entwicklung der Hauptfruchtarten und der Gewässerabflüsse erfolgte die Modellkalibrierung und Überprüfung der Simulationsergebnisse zur Vegetationsdynamik und dem Boden- und Gebietswasserhaushalt.
     
  • Auf Basis des für die heutigen Bedingungen validierten Simulationsmodells erfolgte die detaillierte Analyse des Bodenwasservorrats, der Grundwasserneubildung in den Abflussbildungsräumen sowie der Abflüsse in den Gewässern bis 2100.
     
  • Untersucht wurden die Veränderungen der mittleren Kenngrößen des Wasserhaushaltes, deren innerjährliche Dynamik wie u.a. Dürre- und Sättigungsperioden, Niedrig- und Hochwasser-Kennwerte.
     
  • Landesweite Wasserhaushalts- und Abflusssimulationen in hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung wurden zur Charakterisierung regionaler Unterschiede in den Auswirkungen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt genutzt.
     

Bei Interesse an den Ergebnissen des Vorhabens kann hier weitergelesen werden. Die Berichte zum oben beschriebenen Teilprojekt können Sie hier als pdf (Band 1, Band 2) lesen.

 

 

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